Nach der Veröffentlichung des EZB-Leitfadens zu Klima- und Umweltrisiken in Europa im Jahr 2020 haben sowohl die aufsichtsrechtliche Aufmerksamkeit als auch die Anforderungen zur Berücksichtigung dieser Risiken zugenommen, insbesondere durch den überarbeiteten EZB-Leitfaden zu internen Modellen (2024), die Änderungen der CRR III und CRD VI sowie die schrittweise Ausweitung der CSRD-Anwendung. Angesichts der beobachteten und prognostizierten wirtschaftlichen Verluste aufgrund von Umweltgefahren, wie beispielsweise den schweren Überschwemmungen und Stürmen in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien sowie Mittel- und Osteuropa allein im Jahr 2024, ist davon auszugehen, dass diese Aufmerksamkeit weiter anhalten wird.
Vor diesem Hintergrund haben wir eine Umfrage durchgeführt, um zu analysieren, wo Banken auf ihrem Weg zur Integration von Klima- und Umweltrisiken (Climate and Environmental Risks, CER) in ihre Risikoklassifizierung und in ihre Kreditrisikomodelle stehen. Der Fokus lag dabei auf Portfolien mit Großunternehmen, Wohnimmobilien (Residential Real Estate, RRE) und gewerblichen Immobilien (Commercial Real Estate, CRE).