Wer sich für die Mentoring-Aufgabe entschieden hat, erhielt im Boarding-Gespräch mit Sindbad weitere relevante Informationen. Im Rahmen eines Video-Matchings wurden die KPMG Kolleg:innen schließlich mit ihren Mentees zusammengeführt und hatten bei den Kick-off-Events in Wien und Linz die Gelegenheit zum ersten persönlichen Austausch.
Seit November 2025 bzw. seit März 2026 sind sieben Kolleg:innen aus den Bereichen Audit und Advisory an den Standorten Wien und Linz als Mentor:innen bei Sindbad im Einsatz. Vorab wurden im Rahmen einer Online-Infoveranstaltung das Programm vorgestellt und Erfahrungsberichte ehemaliger Mentor:innen geteilt.
Lernen durch Begegnung
Neben dem Engagement für eine wichtige Sache bietet das Programm den Mentor:innen die Gelegenheit, Skills wie Empathie, Selbstreflexion und Führungskompetenzen weiter auszubauen, die nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Alltag viele Vorteile bringen können.
Als Mentor:in ist man nicht nur (Weg-)Begleiter:in, sondern auch Unterstützer:in, Ratgeber:in und Mutmacher:in, mit der Aufgabe, Jugendliche darin zu bestärken, an sich und ihre Zukunft zu glauben. Barbara Haas (Advisory) berichtet, dass es für sie persönlich sehr lehrreich war, offen über unterschiedliche Erfahrungen und auch Sorgen zu sprechen und dass die Mentor:in-Mentee-Beziehung eine gute Gelegenheit bietet, um die eigene Jugend bzw. die eigenen Werte, Träume, Wünsche und Routinen zu reflektieren.
Kick-off Wien (© Jana Mack)
Auch Marie-Luise Erthal (Advisory) blickt positiv auf ihre Erlebnisse zurück: „Das Bereicherndste an dem Sindbad-Mentoring-Programm war für mich, neben dem Mentoring an sich, der Austausch mit anderen Mentor:innen sowie die angebotenen Schulungen in Präsenz. Durch die Schulungen konnte ich für meine Rolle als Mentorin genauso viel wie für meine tägliche Arbeit mitnehmen, und durch den Austausch mit anderen Mentor:innen sind sogar Freundschaften entstanden.“
Kick-off Wien (© Jana Mack)
Wo Engagement Wirkung entfaltet
Chancen und Bildungszugänge sind in Österreich nach wie vor ungleich verteilt und stark vererbt. Schüler:innen, die in ihren Familien zum Beispiel aufgrund niedrigeren Einkommens oder Bildungsniveaus wenig Unterstützung erhalten, sind einem höheren Risiko ausgesetzt, den Abschluss der Sekundarstufe 2 nicht zu schaffen (siehe „Bildung in Zahlen“ der Statistik Austria).
„Die Tätigkeit als Mentorin sehe ich als meinen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und den Erhalt unserer Demokratie und wirtschaftlichen Leistung“, meint Barbara Haas ergänzend zu ihren persönlichen Eindrücken.
Johannes Kainz (Audit) reflektiert über seine Zeit bei Sindbad: „Ich habe aus dem Mentoring vor allem einen neuen Blick auf unterschiedliche Lebensrealitäten mitgenommen. Besonders in Erinnerung bleiben mir die offenen Gespräche – von Zukunftsplänen und Entscheidungen, die meinen Mentee lange begleiten werden, bis hin zu ganz alltäglichen Themen. Ich lege das Programm allen ans Herz, die einmal bewusst ihre Komfortzone verlassen möchten und andere auf ihrem Weg unterstützen möchten.“