Die EIOPA hat am 13. Februar 2026 zwei überarbeitete Leitlinien zum aufsichtlichen Überprüfungsprozess und zur Behandlung von Markt- und Gegenparteiausfallrisiken in der Standardformel veröffentlicht.
EIOPA hat zwei überarbeitete Leitlinien betreffend folgende Themen veröffentlicht:
- zum aufsichtsrechtlichen Überprüfungsprozess sowie
- zur Behandlung von Markt- und Gegenparteiausfallrisiken in der Standardformel unter Solvency II.
Ziel beider Leitlinien ist es, die bestehenden Regelungen vor dem Hintergrund des Solvency II Reviews zu aktualisieren, insbesondere sie zu präzisieren, zu verschlanken sowie neue bzw. "emerging” Risiken miteinzubeziehen. Die von EIOPA vorgenommenen Änderungen sind bewusst zielgerichtet und auf das unbedingt erforderliche Ausmaß begrenzt, um den Aufwand für Unternehmen möglichst gering zu halten.
Die aktualisierte Leitlinie zum aufsichtsrechtlichen Überprüfungsprozess enthält u. a. neue Abschnitte zu Geschäftsmodellanalyse, gemeinsamen Vor-Ort-Prüfungen, Frühinterventionsmaßnahmen, präventiver Sanierungsplanung und Conduct‑Supervision. Zudem sollen Nachhaltigkeits‑, IT‑/Cyber‑Risiken und Supervisory Technology (SupTech) systematisch in den Aufsichtsprozess integriert werden.
In der überarbeiteten Leitlinie zur Behandlung von Markt- und Gegenparteiausfallrisiken in der Standardformel werden Rechtsverweise aktualisiert, Texte präzisiert, der Anwendungsbereich teils erweitert und eine neue Leitlinie zur Behandlung von gehebelten Fonds eingeführt.
All diese Maßnahmen sollen die Aufsichtskonvergenz, die Wirksamkeit der Aufsicht sowie die Transparenz im gesamten EU‑Versicherungssektor fördern.