Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert den Finanzsektor – von der Automatisierung der Finanzberichterstattung über die Verbesserung der Prüfungsqualität bis hin zur Nutzung prädiktiver Analysen. Doch wie weit kann KI die Rolle von Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfern verändern und Entscheidungsprozesse in Finanzinstituten verbessern?
Gemäss der KPMG AI in Finance Studie 2026 ist künstliche Intelligenz inzwischen in den Finanzfunktionen Schweizer Unternehmen breit etabliert. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch nicht mehr in der Einführung selbst, sondern darin, wie effektiv Unternehmen KI in messbare Leistungsverbesserungen übersetzen. Schweizer Firmen gehen zunehmend über Pilotanwendungen hinaus und skalieren KI gezielt: 76 % haben bereits agentenbasierte KI in mindestens einem Finanzbereich implementiert.
Der zunehmende Einsatz von KI im Finanzwesen bietet erhebliche Vorteile:
- Automatisierung repetitiver, manueller Aufgaben – für mehr Effizienz und Genauigkeit.
- Echtzeitanalysen, etwa zur Betrugserkennung und Identifikation von Unregelmässigkeiten.
- Unterstützung prädiktiver Analysen, um finanzielle Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Risiken besser zu steuern.
Gleichzeitig bringt KI neue Herausforderungen mit sich – wie mangelnde Transparenz von Algorithmen, Datenqualitätsprobleme und ethische Fragestellungen. Ein verantwortungsvoller Einsatz und die wirkungsvolle Kontrolle von KI-Systemen sind entscheidend, um das Vertrauen von Aufsichtsbehörden, Investoren und anderen Stakeholdern zu erhalten.